Literatur

Föhl, Thomas/Sembach, Klaus-Jürgen: Henry van de Velde und das Weimarer Mobiliar für Baron von Münchhausen, München 1999

Föhl, Thomas (Hrsg.)/Neumann, Antje: Henry van de Velde in Weimar. »Das Haus unter den hohen Pappeln«, Weimar 1999 (2. Aufl. Weimar 2000)

Neumann, Antje/Baier, Eckard:
Henry van de Velds Haus »Hohe Pappeln« – Geschichte eines Baudenkmals, hg. vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege, Erfurt 2005

Erst zwei Jahre später gelang ihm mit Unterstützung einiger einflussreicher Freunde die Übersiedlung in die Schweiz. Seine Familie folgte ihm nach Kriegsende. Der Verkauf von Haus »Hohe Pappeln« erwies sich als schwieriges Unterfangen. Schließlich erwarb es die Bankierswitwe Anna Reichenheim. Der von ihr überwiesene Betrag wurde jedoch durch die Geldentwertung erheblich dezimiert. Im Jahr 1938 ging das Haus in den Besitz der Evangelischen Landeskirche von Thüringen über. Siegfried Leffler bezog als Leiter der »Deutschen Christen« mit seiner siebenköpfigen Familie das Haus. Mit dem fluchtartigen Verschwinden der Familie Leffler im Jahre 1945 begann ein steter, nahezu unüberblickbarer Bewohnerwechsel, der unweigerlich diverse Um-, An- und Einbauten mit sich brachte. Im Zuge einer aufwendigen Sanierung von 1990 bis 1995/1996 mit Unterstützung der UNESCO, des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und vor allem der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn konnte das Haus seine Ursprünglichkeit zurückgewinnen.

Das Haus wird nunmehr, nachdem es die Evangelische Landeskirche von Thüringen im Jahr 2002 verkauft hat, von der Klassik Stiftung Weimar auf Mietbasis genutzt. Während die oberen Stockwerke bewohnt werden, bietet die repräsentative Beletage ein gediegenes Ambiente für kleinere Ausstellungen.

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