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Der Auftraggeber Max von Münchhausen (18681920)
war Journalist, Schriftsteller und Dramatiker und ein ebenso glühender
Nietzsche-Verehrer. Er lebte um die Jahrhundertwende in Berlin,
wo er neben Ernst Wachler als Mitherausgeber der »Deutschen
Zeitschrift« fungierte. Mit Elisabeth Förster-Nietzsche
stand Max von Münchhausen bereits frühzeitig in regem
Briefkontakt. Er sah in ihr eine mütterliche Ansprechpartnerin
und ehrenvolle Schwester des Philosophen. Im Jahr 1903 siedelte
Max von Münchhausen von Berlin nach Weimar über und ließ
sich als Nietzsche-Jünger und Archivmitarbeiter in ihrer Nähe
nieder. Die Eingliederung in den Kreis um das »Neue Weimar«
lehnte er jedoch von vornherein kategorisch ab. Insbesondere mit
Harry Graf Kessler dem »Cerberus in Lackstiefeln«
(Max von Münchhausen) stand er auf Kriegsfuß.
Vermutlich entsprach es dem Wunsch seiner blutjungen Verlobten Editha
und deren Mutter Julie von Schönaich, eine »Etage à
la van de Velde« zu beziehen. Max von Münchhausen gab
folglich zum Jahresende 1903 anlässlich seiner Vermählung
mit »Titta« die teuren Möbel bei van de Velde in
Auftrag.
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