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Grabdenkmal Koetschau 1909

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Stadtplan

Van de Velde realisierte in Weimar neben den wenigen offiziellen Aufträgen, die sich auf die Errichtung der Kunstschule (l904 und 1911) der Kunstgewerbeschule (1905/06) sowie den Entwurf eines Tafelsilbers für den Großherzog beschränkten, vornehmlich Wohnungseinrichtungen. Zu den Weimarer Hauptauftraggebern gehörten neben Harry Graf Kessler der Schriftsteller Max von Münchhausen sowie Helene von Nostitz. Hinzu kamen zwei geräumige Stadtvillen für Graf Dürckheim-Montmartin (1912/13, Cranachstraße 47) und Baron Henneberg (1913/14, Gutenbergstraße la). Des weiteren das Grabdenkmal für die Familie Koetschau sowie die Fassade des Mietshauses Menzel (Trierer Straße). Eines seiner herausragenden Projekte in Weimar war die Umgestaltung des Nietzsche-Archivs 1903), dessen Interieur noch heute durch die stilvolle Ausgewogenheit und Formvollendung besticht.

Nach dem Weggang Harry Graf Kesslers 1906 spielte auch Henry van de Velde mit dem Gedanken, Weimar zu verlassen. Der Bau eines eigenen Hauses fernab des intrigensüchtigen Hofes erwies sich gerade jetzt als Refugium. Hatte sich die siebenköpfige Familie aus finanziellen Gründen fünf Jahre mit Mietwohnungen in der Cranachstraße und Lassenstraße (heute Trierer Straße) begnügen müssen, gaben nun neben dem Platzmangel die äußeren Widrigkeiten Anlass, das eigene Haus am Stadtrand von Weimar zu verwirklichen.

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